Autorenkreis Quo Vadis


Quo Vadis ist ein Zusammenschluss von Schriftstellern, die deutschsprachige, historische Romane schreiben. Der Autorenkreis hat inzwischen über 100 Mitglieder, darunter unter anderem Rebecca Gablé, Titus Müller, Petra Schier, Corina Bomann, Wolf Serno und Deana Zinßmeister.

Auf diesen Seiten können historisch interessierte Leserinnen und Leser mehr über unsere Autoren erfahren. Hier gibt es Autorenprofile, Informationen zur Historica und zu unseren Literaturpreisen, und ein Forum mit Ankündigungen, Platz für Buchbesprechungen und vieles mehr.


 

Susanne Goga erhält den DeLiA-Literaturpreis 2012

Elisabeth Büchle (2. Platz) und Susanne Goga (1.Platz), Quelle: www.delia-online.de

Am gestrigen Abend wurden während der DeLiA-Liebesromantage in Grassau die besten Liebesromane des vergangenen Jahres im Rahmen einer festlichen Gala ausgezeichnet.
Der 1. Platz ging an Quo Vadis-Autorin Susanne Goga für ihren Roman “Die Sprache der Schatten”.

Wir gratulieren der Gewinnerin und allen weiteren Preisträgern!

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Papst Benedikt XVI. erhebt Hildegard von Bingen zur Heiligen

Hildegard von Bingen (1098 – 1179) war eine der bedeutendsten Frauen des deutschen Mittelalters. Eine Frau mit starkem Wesen und charismatischer Ausstrahlung, die die Menschen mit flammenden Einsatz für ein christliches Leben in ihren Bann zog und sich dabei nicht scheute, selbst Päpste, Kirchenfürsten, ja selbst den gefürchteten Kaiser Friedrich Barbarossa in die Schranken zu weisen.
Was ist es, das die Menschen bis in die heutige Zeit fasziniert? Was beeindruckt uns an dieser Frau, die gleichzeitig als Heilige und Heilkundige verehrt wird?

Bereits als 3-jährige empfängt Hildegard Visionen und empfindet die Botschaften des Göttlichen mit einem natürlichen Selbstverständnis. Sie erschrickt zutiefst, als sie später erkennt, dass es anderen nicht so ergeht. 
Mit acht Jahren wird sie als das zehnte Kind einer Adelsfamilie aus dem Geschlecht Bermersheim an Jutta von Sponheim zur frommen Erziehung und Ausbildung gegeben und bezieht mit ihr sechs Jahre später die neu errichtete Frauenklause am Benediktinerkloster Disibodenberg. Das Empfangen von Visionen wahrt sie als Geheimnis, bedeckt all die wundervollen Bilder und Botschaften mit Schweigen – bis zu der Zeit, in der Gott es offenbaren will.

Erst 1141, mit 42 Jahren, ist der Zeitpunkt gekommen. Hildegard, inzwischen zur Lehrmeisterin gewählt, umfängt ein feuriges Licht, das ihren Körper durchströmt. Mit einem Mal erschließt sich ihr der Sinn der Schriften und sie vernimmt deutlich den Auftrag: „Schreib, was du siehst und hörst.“ Es entsteht ihr erstes Werk, „Scivias – Wisse die Wege“, in dem sie die gewaltigen Dimensionen und Hintergründe der Schöpfung und der Erlösung beschreibt.
Die Schriften beeindrucken nach anfänglicher Zurückhaltung auch den einflussreichen Abt Bernhard von Clairvaux, an den sich Hildegard ratsuchend wendet. Auf der Synode in Trier setzt er sich beim Papst Eugen III. für sie ein. Der Papst selbst liest, nach eingehender Prüfung ihrer Sehergabe, die Visionsschriften vor den versammelten Kardinälen vor und erteilt Hildegard damit die höchste kirchliche Anerkennung. Das ist der Beginn ihres öffentlichen Engagements, dem Auszug aus dem zurückgezogenen Lebens des Kloster Disibodenberg, mitten hinein in das Zentrum kirchlicher und politischer Macht.

Nun endlich auch erhält sie die Unterstützung, gegen den erbitterten Widerstand der Mönche, aus dem Schatten der mächtigen Männerabtei herauszutreten und mit ihren 18 Nonnen ein eigenes Kloster zu gründen.
An der Stelle, an der in einem kleinen Heiligtum des Heiligen Rupertus gedacht wird, entsteht das Kloster Rupertsberg, das rasch zum Anziehungspunkt für Rat- und Hilfesuchende wird. Sie empfängt Bischöfe und Kaiser, Fürsten und Bauern. Für jeden hat sie ein offenes Ohr und die richtigen Worte.

Auf dem Rupertsberg entstehen weitere, unvergängliche Werke, in denen Hildegard die Welt als Kunstwerk Gottes beschreibt. Der Mensch als Teil eines großen Makrokosmos, in dem alles miteinander verbunden ist und nichts geschieht, ohne das andere zu beeinflussen. In dessen Inneren sich all das widerspiegelt, was er Außen erfährt. Hildegard schreibt von der Heilung kranker Menschen durch Hinwendung zum Glauben und mit Hilfe von Heilkräften, die Gott in die Natur gelegt hat.
Durch einen umfangreichen Briefwechsel mit Päpsten, Bischöfen und Herrschern nimmt sie mit unerschrockener Direktheit, aber auch humorvoller Großherzigkeit weitreichenden Einfluss auf kirchliche und politische Belange. Unzählige Geistliche mahnte sie zu mehr Glaubwürdigkeit und weniger Gefallsucht und predigt in ausgedehnten Missionsreisen öffentlich die Hinwendung zu Gott und dem Geist Gottes in der Schöpfung.
Hildegard wird 81 Jahre alt. Als sie am 17. September 1179 stirbt, erstrahlt am Himmel ein helles Lichtkreuz.

Der Antrag zur Kanonisation wurde erst 1228 gestellt und niemals durchgesetzt. Erst im September 2010 setzte Papst Benedikt XVI. ein erstes Zeichen, als er sie als „Prophetin von großer Aktualität und Gesandte Gottes sowie als weise Frau, die wach und mutig die Zeichen der Zeit erkannte“ bezeichnete. Am 10. Mai 2012 teilte die vatikanische Heiligsprechungskongregation mit, dass der Papst die Mystikerin und Äbtissin zur Heiligen der Unniversalkirche erhoben hat.
Aus Hildegard von Bingen, seit Jahrhunderten als Volksheilige verehrt, ist eine Heilige geworden.

Die Biographie “Hildegard von Bingen – Ein Leben im Licht” ist erschienen im Aufbau-Verlag.

Weiterführende Links:

Radio Vatikan

Abtei St. Hildegard

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Neuerscheinung: Matthias Claudius (Tanja Schurkus)

„Der Mond ist aufgegangen …“ Das bekannte Abendlied von Matthias Claudius klingt so idyllisch, so romantisch. Dabei ist die Zeit, in der Claudius lebt, alles andere als friedlich. Hamburg ist von den Franzosen besetzt und Claudius’ Schwiegersohn gerät als Widerstandskämpfer in höchste Gefahr. Dazu quälen den freischaffenden Dichter stetig die Geldsorgen, denn seine Zeitschrift „Der Wandsbeker Bote“ wirft nicht genügend Gewinn ab. Wie soll er seine große Familie ernähren? Mit zahlreichen Gelehrten seiner Zeit steht Claudius in regem Austausch. Und doch bleibt er ein bodenständiger Mensch, der fest zu seinen Überzeugungen steht.

Die Romanbiografie gibt Einblick in das Leben des Dichters, dessen Verse so beliebt sind, weil sie so viel Menschlichkeit und Gottvertrauen ausstrahlen.

 

Matthias Claudius wird beim Lesen zum Vertrauten, zum Freund. Ich bin dankbar für diese Begegnung mit einem außergewöhnlichen Mann und seiner Familie.“ (Titus Müller)

Tanja Schurkus, geb. 1970. Ausbildung zur Buchhändlerin, Studium der Literaturwissenschaften. Tätigkeit als freie Lektorin, Texterin, Übersetzerin. Nach zahlreichen Beiträgen in Athologien und diversen Auszeichnungen ist “Matthias Claudius” ihr Debut im Bereich biographischer Roman. Tanja Schurkus ist Mitglied im Montsegur Autorenforum und bei Quo Vadis. Ihre Themen findet sie vor allem in der Zeit des französischen Empire.
Weiteren Informationen zum Buch: http://www.tausendseiten.de/html/romane____.html

Matthias Claudius
Tanja Schurkus
Brunnen Verlag
Gebundene Ausgabe
256 Seiten
ISBN 978-3-765511-80-6

Geschrieben von Petra Schier

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Immer der richtige Kuchen zum Buch

 

Das 12. Internationale Bücherfest in Billerbeck

Stand

Autorinnen am Quo Vadis Stand (v.l.n.r.): Tanja Schurkus, Evelyn Barenbrügge, Alessa Schmelzer (v.l.n.r.)

Wo ist Billerbeck? – wurde ich in den letzten Wochen gefragt, wenn ich sagte, dass ich am 29. April das Bücherfest besuchen und dort lesen wollte. Die Münsterländer wissen: In dem Ort zwischen Coesfeld und Münster finden Bücherfreunde einmal im Jahr nicht nur kleine antiquarische Schätze, sondern auch zahlreiche Stände mit modernem Antiquariat und neue Bücher. Und in diesem Jahr war auch Quo Vadis mit einem Informationsstand zu Gast, denn die Historica findet durch die Initiative von Evelyn Barenbrügge vom 9.- 11.11.2012 in Billerbeck statt. Das Interesse der Buchfest-Besucher war rege, viele hatten bereits in der Zeitung von der Historica gelesen, griffen nun zu den Flyern des Verbandes und zu den Gemeinschaftsromanen. Alle waren sich einig, dass Billerbeck mit seinen alten Münsterländer Häuserzeilen, den Gassen und den beiden Kirchen das perfekte Umfeld für ein Wochenende im Zeichen des historischen Romans ist.

Jörgen Bracker

Jörgen Bracker liest aus "Hinter der Nebelwand"

Diese Kulisse konnten nun also auch mein Kollege Jörgen Bracker und ich für unsere Lesungen nutzen. Wir brachten Hamburg nach Billerbeck: Der historische Kriminalroman „Hinter der Nebenwand“ von Jörgen Bracker erzählt von einem wahren Mordfall, der sich 1911 auf einem Kutter abspielte, meine Romanbiografie „Matthias Claudius“ stellt das Leben des Dichters von 1740-1815 vor. Die Zuhörer nahmen die Gelegenheit zum Gespräch mit den Autoren wahr, ein kleines Interview, das der Veranstalter Rainer Heeke mit uns auf der Lesebühne führte, rundete die Buchpräsentation ab.

Tanja Schurkus

Tanja Schurkus liest aus "Matthias Claudius"

Nachdem wir unsere Flyer und Auslagen gegen den aufkommenden frischen Wind gesichert hatten, konnten wir uns mit Kuchen stärken, den die Billerbecker gebacken hatten: Käsesahne zum Krimi, Haselnusstorte zum historischen Roman, Muffins zu Dan Brown. Die gute Organisation und die freundliche Atmosphäre machten den Tag zum einem perfekten Bucherlebnis für Autoren und Leser, und das Billerbecker Bücherfest 2013 sollten sich Bücherfreunde schon vormerken!

 

 

Text: Tanja Schurkus / Bildmaterial: Eveyln Barenbrügge

Tanja Schurkus, ausgebildete Buchhändlerin, Literaturwissenschaftlerin M.A. geb. 1970 lebt in Köln. Der Schwerpunkt ihrer literarischen Arbeit liegt auf dem „langen 19. Jahrhundert“. Zur Website der Autorin: www.tausendseiten.de

Artikel in der AZ Allgemeine Zeitung lesen…

Mehr Informationen zur Historica 2012 in Billerbeck.

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Stolpersteine im Netz

Mehr als 32.000 kleine Gedenktafeln aus Messing erinnern in Deutschland und Europa an die Opfer der NS-Zeit. Der Künstler Gunter Demnig hat das Projekt vor fast zwanzig Jahren ins Leben gerufen. Nun ist das Mahnmal auch in der digitalen Welt zu erleben.

Gunter Demnig ist ein Mann, der Zeichen setzen möchte. Der Bildhauer und Konzeptkünstler, 1947 in Berlin geboren, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Erinnerung an die Vertreibung und Vernichtung der Juden, Sinti und Roma, politisch Verfolgten und anderen Opfer im Nationalsozialismus lebendig zu halten. „Ein Mensch ist vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, sagt Demnig. Rund 250 Tage im Jahr reist er durch die Lande, um Stolpersteine zu verlegen. Sie sollen an das Schicksal der Menschen erinnern, die ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die Stolpersteine, kubische Betonwürfel mit einer Kantenlänge von zehn Zentimetern, tragen auf ihrer Oberseite eine individuell beschriftete Messingplatte mit Namen und Daten der Toten. Demnig verlegt sie in der Regel vor den letzten frei gewählten Wohnhäusern der NS-Opfer in das Pflaster des Gehwegs. „Wer den Namen des Opfers lesen will, muss sich hinunterbeugen“, so Demnig. „In diesem Moment verneigt er sich vor ihm.“

Ein Stein. Ein Name. Ein Mensch.

Die Erinnerung an das Unaussprechlich wach zu halten, beschäftigt den Künstler bereits seit 1990. Zum fünfzigsten Jahrestag der Deportation von Roma und Sinti aus Köln zog er mit einer rollbaren Druckmaschine die Deportationswege durch die Stadt nach. Einen ersten Stein verlegte Demnig 1992 ebenfalls in Köln. In den Folgejahren entstand ein zunächst theoretisch angelegtes Konzept für das Projekt „Stolpersteine“, das von notwendigen sechs Millionen Gedenksteinen in ganz Europa ausging. Der Pfarrer der Antoniter-Gemeinde in Köln ermunterte Demnig jedoch, wenigstens einige Steine zu verlegen, um ein Zeichen zu setzen. 1995 verlegte Demnig probeweise und ohne Genehmigung die ersten Steine in Köln, später auch in Berlin. 1997 durften die ersten zwei behördlich genehmigten Steine in St. Georgen bei Salzburg verlegt werden. In Deutschland konnten erst im Jahr 2000 weitere amtlich genehmigte Stolpersteine gesetzt werden. Mittlerweile ist das Projekt jedoch dank vieler Paten und Unterstützer ein Selbstläufer, die Stolpersteine haben sich zum weltweit größten dezentralen Mahnmal entwickelt. Demnig wurde für seine Arbeit und sein Engagement mit vielen renommierten Preisen ausgezeichnet, darunter der German Jewish History Award und der Bertini-Preis.

Stolpersteine herunterladen

Liegen die Daten für einen neuen Stolperstein vor, legt Demnig den Text fest. Dieser beginnt meist mit den Worten „Hier wohnte …“, es folgen Name, Geburtsjahr, ein individueller Text, häufig das Deportationsjahr und der Todesort des Opfers. Die Herstellung der Stolpersteine erfolgt ausschließlich in Handarbeit, der Künstler versteht dies als Gegensatz zur maschinellen Menschenvernichtung in den Konzentrationslagern. Finanziert werden die Steine durch private Spenden, ein Stein inklusive Verlegung kostet 120 Euro. Das Projekt Stolpersteine-online.com bringt das Mahnmal nun auch ins Netz, um so Menschen in aller Welt und vor allem Jugendliche online stolpern zu lassen. Unterstützer der Aktion können sich einen Stolperstein für ihre Website herunterladen und helfen, die Erinnerung lebendig zu halten.

Mehr unter: www.stolpersteine-online.com

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