Autorenkreis Quo Vadis


Quo Vadis ist ein Zusammenschluss von Schriftstellern, die deutschsprachige, historische Romane schreiben. Der Autorenkreis hat inzwischen über 100 Mitglieder, darunter unter anderem Rebecca Gablé, Titus Müller, Petra Schier, Wolf Serno und Deana Zinßmeister.
Auf diesen Seiten können historisch interessierte Leserinnen und Leser mehr über unsere Autoren erfahren. Hier gibt es Autorenprofile, Informationen zur Historica und zu unseren Literaturpreisen, und ein Forum mit Ankündigungen, Platz für Buchbesprechungen und vieles mehr.


 

Start der ersten Leserunde: Peter Hereld “Das Geheimnis des Goldmachers”

Endlich ist es soweit: Unsere erste Leserunde wird eingeläutet! Den Anfang macht Peter Hereld mit seinem Roman „Das Geheimnis des Goldmachers“. Hierzu laden wir herzlich ein, sich für die Leserunde zu melden und damit vielleicht eines der drei zu verlosenden Bücher mit persönlicher Widmung des Autors zu gewinnen. Am 15. Juni 2011 soll es losgehen. Also – möglichst schnell in die Liste im Forum eintragen und dabei sein. Meldeschluss ist der 5. Juni 2011.

Das Geheimnis des Goldmachers:

Zwei Männer, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, sind auf dem Weg nach Köln.
Osman Abdel Ibn Kakar, ein Muselmane aus Alexandria, ist auf der Flucht vor seinem Herrn, begleitet wird er von Robert, einem gebürtigen Deutschen und guten Freund. Unterwegs machen sie Rast in Hildesheim im Kloster des Heiligen Paul, einem Dominikanerstift, um sich von den Strapazen ihrer weiten Wanderschaft aus dem fernen Bremen zu erholen.
Hier treffen sie auf Albert von Lauingen, besser bekannt als Albertus Magnus, einen großen, wenn nicht gar den größten Gelehrten seiner Zeit.
Ein Missverständnis belastet sie mit dem Vorwurf der Ketzerei, ein lebensbedrohlicher Verdacht zur Zeit der Inquisition.
Um sich reinzuwaschen von dem, was ihnen zur Lastgelegt wird, erzählen sie Bruder Albert ihre Geschichte und welche Umstände sie zusammenführten.

Leute, der Frühling steht vor der Tür und in der Ferne kann man schon den Sommer erahnen. Habt ihr schon die Bikini Diät begonnen? Bald heißt es wieder Figur bekennen am Strand und im Schwimmbad. Da muss man vorher zwangsläufig ein bisschen leiden. Habt ihr euren Körper wunschgemäß in Pose geformt fehlt nur noch die richtige Bademode, um so richtig zu glänzen.

Am besten sucht ihr euch einen Gutscheincode im Internet und lasst euch von den neuesten Modetrends überraschen. Hawaiimuster, Surfhemden und knielange Badehosen sind der letzte Schrei, den sollte man in dieser Badesaison auf keinen Fall verpassen. Ist man dann endlich rundum vorbereitet kann man losgehen und damit beginnen, sich die richtige Hautfarbe zuzulegen. Zu rot ist nicht sexy, und zu weiß sowieso nicht. Nutzt jede Sonnenstunde und ausreichend Sonnencreme um die Bräunungsstufe zu erreichen, die euch gefällt.

Geschrieben von Caren Benedikt

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Unser neues Forum ist am Start!

Wo findet die nächste Lesung statt? Welches Buch ist neu auf dem Markt?

In unserem neuen Forum dreht sich alles um den historischen Roman und um den Alltag unserer Autorinnen und Autoren.
Im öffentlichen Bereich können Leserinnen und Leser sich mit den Mitgliedern austauschen und eigene Themen zu Büchern eröffnen, die sie gerade gelesen haben. Es gibt Informationen zum Autorenkreis, Buchtipps und Veranstaltungshinweise und natürlich ist auch Platz für Themen am Rande des Buchmarktes. Für Ende des Monats ist die erste autorenbegleitete Leserunde geplant.

Die Themen des öffentlichen Bereiches sind:

  • Quo Vadis Informationen (Aktivitäten des Autorenkreises wie Preise, Historica, regionale Treffen), Moderation: Alessa Schmelzer und Heike Koschyk
  • Ankündigungen (Neuerscheinungen, Lesungen, Workshops, Stammtische …), Moderation: Rebecca Abe
  • Vorstellung (Who is who, wer schreibt was …), Moderation: Rebecca Abe
  • Lesen (Empfehlungen, Rezensionen, …), Moderation: Constanze Wilken
  • Schreiben (Themen zum Handwerk des Schreibens), Moderation: Alessa Schmelzer
  • Leserunden (Hier finden Leserunden mit Begleitung der Quo Vadis-Autoren statt), Moderation: Caren Benedikt
  • Plauderecke (alle öffentlichen Themen, die nirgends hineinpassen, auch Klatsch und Tratsch), Moderation: Lena Falkenhagen, Heike Koschyk

Die Moderatorinnen des internen Forums sind: Lena Falkenhagen, Marion Henneberg, Heike Koschyk, Ilka Stitz, Constanze Wilken und Maren Winter

Wir freuen uns auf einen regen Austausch.

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Autorenportrait: Andreas P. Pittler

»Ich fand es immer faszinierend, der Frage nachzugehen, wie die ›großen Weltereignisse‹ auf Otto Normalverbraucher wirken, um gleichsam widerzuspiegeln, wie die Menschen mit den Ereignissen, die vermeintlich über sie kommen, umzugehen versuchen.«

Andreas Pittler, 1964 geboren, ist promovierter Historiker und ein ›waschechter‹ Wiener. Für seine schriftstellerische Tätigkeit verlieh ihm der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer im Jahre 2006 das ›Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreichs‹. Bis heute hat Pittler insgesamt dreiundzwanzig Sachbücher, zumeist historischen Inhalts, neun Romane und zwei Bände mit Kurzgeschichten geschrieben. Zudem verfasste er Biographien, u.a. über den österreichischen Politiker Bruno Kreisky, den irischen Schriftsteller Samuel Beckett und die britische Künstlergruppe Monty Python. In den vergangenen Jahren konzentrierte sich Pittler mehr auf das Schreiben von Belletristik, wenngleich er auch weiterhin Sachbücher veröffentlicht. So ließ der Autor in den Jahren 2000 bis 2006 Henry Drake, einen tollpatschigen Privatdetektiv, der gerne so wäre wie Hercule Poirot, ermitteln. Eine Figur, die »auf vielen Reisen durch England in den 90er Jahren« entstanden war. Anders verhält es sich mit der Figur ›David Bronstein‹. Dieser ist ein Kriminalist jüdischer Herkunft. ›Bronstein‹ ermittelt im Wien der jüngeren Zeitgeschichte. »›Bronstein‹ war eigentlich ein ›Nebenprodukt‹ meiner Arbeit als Historiker, als ich 2002/03 an einem dicken Band über die letzten Jahre der Donaumonarchie arbeitete. Mir war es wichtig, darauf zu verweisen, wie viele ›jüdische‹ Mitbürger es im Wien der 1. Jahrhunderthälfte gab, die sich selbst als ›Protestanten‹ oder gar ›Deutsche‹ sahen – und erst von den Nazis wieder zu Juden ›gemacht‹ wurden. Auch Freud, Adler oder Schnitzler hätten sich selbst nicht mehr als Juden verstanden. Dass ›Bronstein‹, ein vollkommen assimilierter Beamter jüdischer Herkunft, in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, da ganz besondere Erfahrungen machen muss, liegt auf der Hand. Denn indem ich meinen Bronstein dazu nötige, sich mit seiner Herkunft auseinanderzusetzen, hoffe ich, auch die Leserschaft in diesem Punkt zum Nachdenken zu bringen…«

DieTitel der bisherigen Bronstein-Reihe tragen durchweg jiddische Namen: ›Tacheles‹, ›Ezzes‹, ›Chuzpe‹, ›Tinnef‹ und (demnächst) ›Zores‹.

Pittler (›bekennender‹ Wiener) über Live-Lesungen: »Mein Platz ist die Bühne, da das ›geschriebene Wienerisch‹ erst dann voll aufblüht, wenn es im Rahmen einer Lesung vorgetragen wird. Wie sich das dann anhört?«

Hörprobe: http://www.youtube.com/watch?v=YRrpZaF6h5Y

Andreas P. Pittler lebt in Wien.

Aktuelle Veröffentlichung: ›Tinnef‹ Ein neuer Fall für Kommissar Bronstein, Echomedia Buchverlag Ges.M.B.H. 2011, ISBN-13: 978-

Weitere Informationen über Andreas P. Pittler unter www.andreaspittler.at

Geschrieben von Alessa Schmelzer

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Der Autorenkreis begrüßt: Evelyn Barenbrügge

Evelyn Barenbrügge, geboren 1958 in Münster, lebt und schreibt in der Domstadt Billerbeck. Bevor sie sich 2006 ganz dem Schreiben zuwandte, arbeitete sie einige Jahre als freie Journalistin und Fotografin in der Region. Sie veröffentlichte Fotos, Reiseberichte und Kurzgeschichten in verschiedenen Online-Magazinen und Anthologien, zuletzt in „Angst“ der edition doppelpunkt. Im Februar erschien in der edition doppelpunkt ihr Debütroman „Leeres Versprechen“ über eine westfälische Auswandererfamilie im ausgehenden 18. Jahrhundert, die einem Angebot Maria Theresias folgt.

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Autorenportrait: Marion Henneberg

“Das Schönste für einen Autoren ist es, wenn die Leser so stark von der Geschichte gefesselt sind, dass sie das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen möchten.”

Autorin Marion Henneberg

Als Marion Henneberg, 1966 in Goslar geboren, mit dem Schreiben begann, nutzte sie den Erziehungsurlaub, um endlich den langgehegten Traum zu verwirklichen, Schriftstellerin zu werden. Während die Kinder schliefen, ging sie in den Keller und begann auf ihrem alten Computer die Geschichte einer Magd zu schreiben, die sich zur Heilkundigen entwickelt: “Eilika“. Aber als sie eine Leseprobe an die Verlage schickte, kamen nur Absagen.
Beinahe wäre es bei diesem kurzen Ausflug ins Autorenleben geblieben. Doch als sie mit dem Manuskript an einem Wettbewerb teilnahm und den ersten Preis gewann, bekam sie neuen Mut und schickte den Text an die Agentur Schlück. Nur wenige Tage später erhielt sie einen Anruf mit der Zusage des Ullstein-Verlages. Aus „Eilika“ wurde „Die Entscheidung der Magd“.
Inzwischen ist Marion Henneberg erfolgreiche Autorin. In diesem Monat ist bereits ihr dritter Roman „Das Amulett der Wölfin“ erschienen. Für ihre Bücher treibt sie ausgiebige Recherche vor Ort, zieht Informationen aus Sachbüchern und dem Internet. „Vor allem aber erhalte ich bei meinen Büchern immer Unterstützung von Fachleuten, wie beispielsweise Historiker und Stadtarchivare“, so die Autorin. „Deren Wissen und Hilfsbereitschaft ist für mich ein Segen.“
Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit arbeitet Marion Henneberg in der Finanzierung eines gemeinnützigen Unternehmens und kümmert sich seit November des vergangenen Jahres als eine der beiden Sprecherinnen um die Belange des Autorenkreises Quo Vadis. Die verbleibende freie Zeit verbringt sie mit der Familie. „Als Mutter von zwei Kindern komme ich schon öfter in Zeitnot. Diszipliniertes Arbeiten ist daher bei mir Grundvoraussetzung. Ein schlechtes Gewissen, vielem nicht gerecht zu werden, gehört praktisch dazu.“
Heute steht ihr Schreibtisch direkt unter dem Dach. Und auch wenn es ihr nicht immer leicht fällt, so stellt sie schon mal Sonntags früh den Wecker, um ungestört arbeiten zu können. „Nach der ersten Tasse Kaffee und einem Blick in den Himmel über meinem Arbeitsplatz verfliegt die Müdigkeit in der Regel schnell“, sagt sie und man spürt mit jedem Wort, wie sehr sie es genießt, dass ihr Traum Wirklichkeit wurde.

Marion Henneberg lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Stuttgart.
Aktuelle Veröffentlichung: Das Amulett der Wölfin, Ullstein Taschenbuch, ISBN 978-
Weitere Informationen über Marion Henneberg unter www.marion-henneberg.de

Geschrieben von Heike Koschyk

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Buchtipp: Die Reliquien von Lissabon (Jörgen Bracker)

Rau, seherisch, zu Herzen gehend – Jörgen Bracker erzählt eine große, gefühlvolle Geschichte aus dem europäischen Mittelalter.

http://farm6.static.flickr.com/5189/_41b127ea6d_m.jpgIm Jahre 1402 begibt sich der Hamburger Ratsherr Nikolaus Schoke auf eine Reise nach Santiago de Compostela.
Noch auf dem Schafott hat der Kaperfahrer Goedeke Michel ausgerechnet ihm das Gelübde abgenommen, wertvolle Reliquien an den Ort ihrer Herkunft zurückzubringen: die Handknochen des heiligen Vincentius. Über London, La Rochelle und La Coruña gelangt Nikolaus Schoke nach einer Reise voller Drangsale, Gefahren und Sehnsüchte schließlich an den Ort der Bestimmung. Doch die Übergabe des Reliquiars scheitert. Der Ratsherr muss sich erneut auf den Weg machen mit einem neuen Ziel: Lissabon.
Seefahrt, Kirchengeschichte, Hansezeit: Es gibt wohl keinen anderen Autor, der in diesen Themen so zu Hause ist wie Jörgen Bracker – und der sie derart lebendig werden lässt.

Jörgen Bracker studierte in Marburg, Kiel und Münster Klassische Archäologie, Alte Geschichte und Vor- und Frühgeschichte. Die Promotion erfolgte 1965 in Münster/Westfalen. Von 1965 bis 1976 wirkte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Römisch-Germanischen Museums in Köln an Ausgrabungen, Ausstellungen und der Einrichtung des Neuen Museumsgebäudes mit. Von 1976 bis zum Ende des Jahres 2001 leitete er als Direktor und Professor das Museum für Hamburgische Geschichte.

Nach seiner Pensionierung widmete sich Jörgen Bracker dem Schreiben Historischer Romane. Im Oktober 2005 erschien bei Murmann in Hamburg sein Erstling, ZEELANDER – DER STÖRTEBEKERROMAN; in zwei Hardcover-Auflagen; als Taschenbuch erschien es eine ab 2007 bei Piper-Serie.in zwei weiteren Auflagen.

Nach seinem Störtebeker-Roman ZEELANDER legte Jörgen Bracker mit DIE RELIQUIEN VON LISSABON – STÖRTEBEKERS VERMÄCHTNIS seinen zweiten Roman vor. In ihm wird die weiträumige Verknüpfung der Seeraub-Thematik mit den Ereignissen des Hundertjährigen Krieges aufgezeigt. Dabei stützte er sich auf Urkunden, Bildquellen und die Aussagen von historischen Bauten und Bodendenkmälern. Auf seinem Krabbenkutter FAHREWOHL VON BÜSUM durchstreifte er die Meere, um sich anhand der natürlichen Voraussetzungen eine verlässliche Vorstellung von den kämpferischen Auseinandersetzungen zu bilden, in denen die Vitalienbrüder in Nord und Süd unter ihren Anführern Störtebeker und Goedeke Michel den Hansekaufleuten bald als Verbündete zur Seite, bald als Gegner gegenüber standen.

Die Reliquien von Lissabon. Störtebekers Vermächtnis.
Jörgen Bracker Murmann Verlag, Hamburg 2008 Hardcover, 359 Seiten ISBN 978-3-86774-021-0

Geschrieben von Petra Schier

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Quo Vadis Kurzgeschichtenpreis 2011: Die Nominierten stehen fest!

Zum dritten Mal schrieb der Autorenkreis Quo Vadis anlässlich der Jahrestagung Historica einen Kurzgeschichtenwettbewerb aus:

Quo Vadis-Kurzgeschichtenpreis 2011
 zum Thema 

„Drei Tagesritte zum Bodensee“

Die Jury, bestehend aus den Quo Vadis-Mitgliedern Angeline Bauer, Caren Benedikt und Guido Dieckmann, hat entschieden. Die überzeugendsten 10 Beiträge sind ausgewählt und werden zusammen mit den Geschichten von zehn Quo Vadis-AutorInnen und AutorInnen aus der Region Bodensee in einem Anthologieband des Gmeiner Verlages veröffentlicht. Die Siegerehrung findet während der Historica vom 11. bis 13. November 2011 in Singen am Bodensee statt.

Die Gewinner alphabetisch nach Vornamen geordnet:

  • Anne Bentkamp: “Das Ende der Kraft”
  • Annette Amrhein: “Gottfried Keller erwartet Post”
  • Claudia Schmid: “Susannes Unbill”
  • Doris Rothweiler: “Das Lied”
  • Evelyn Leip: “Annas Kleid”
  • Hans van Ooyen: “Der Dekadenring von Konstanz”
  • Juliane Stadler: “Der Zwölfte”
  • Marlene Geselle: “Zwei Hemden für die Baderann”
  • Philipp Unsinn: “Die zersprungene Zeit”
  • Susanne Krawinkel: “Die Verführung der Soldatin”

Honorierung der veröffentlichten Siegergeschichten:

1. Platz: 200 Euro
2. Platz: 150 Euro
3. Platz: 100 Euro
4. – 10. Platz: 50 Euro

Alle zehn Gewinner erhalten außerdem ein Belegexemplar vom Gmeiner Verlag.

Die drei besten Geschichten werden erst auf der Historica am 11. November 2011 in Singen bekannt gegeben.

Geschrieben von Heike Koschyk

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Autorenportrait: Lea Korte

„Das Faszinierendste an Spanien ist für mich die Vermischung von Orient und Okzident: Ein unerhörter Quell von ebenso wahren wie spannenden und hochdramatischen Geschichten für einen Autor!“

Lea Korte, 1963 in Frankfurt geboren, ist seit zwanzig Jahren in dem geschichtsträchtigen Mittelmeerland heimisch. Bereits nach Abschluss ihres Studiums wanderte sie aus, zuerst nach Katalonien und später ins Baskenland und nach Valencia, wo sie ihren Lebensunterhalt als Übersetzerin und Autorin verdient.
„Ich wollte schon immer Romane schreiben“, erzählt sie. “Ohne Schreiben würde mir nicht nur etwas fehlen; ich käme mir regelrecht amputiert vor.”
In ihren historischen Romanen setzt sich mit der Vergangenheit Spaniens auseinander, schöpft vor Ort aus den reichen Quellen der Geschichte. „Die arabische und die westliche Welt haben sich dort über viele Jahrhunderte so stark gegenseitig beeinflusst, wie man es sonst nirgends in Westeuropa erleben kann, wozu natürlich auch das Aufeinandertreffen von Christentum, Islam und Judentum gehört.“
Eine Dramatik, die sich auch in ihrem zweiten historischen Roman „Die Maurin“ wiederfindet, der Ende des 15. Jahrhunderts spielt.
Es ist die Geschichte der Maurin Zahra as-Sulami. Andalusien befindet sich im Umbruch. Die Reconquista, die Rückeroberung des maurischen Spaniens für die christliche Krone, geht in ihre letzte Phase und es kommt zu erbitterten Kämpfen zwischen Mauren und Kastiliern. Vor diesem Hintergrund erzählt Lea Korte das Leben der jungen Frau, die aufgrund ihrer Familiensituation zwischen die maurisch-kastilischen Fronten gerät.
„Romane müssen spannend sein und neben der Geschichte auch wahre Historie vermitteln“, so die Autorin, die derzeit an einer Fortsetzung schreibt (Erscheinungstermin 2012). Einen entsprechend großen Teil ihrer schriftstellerischen Tätigkeit nimmt daher die Recherche ein. „Das ist überdies der Teil, den ich besonders liebe und total aufregend finde.“

Lea Korte lebt mit ihrem französischen Ehemann, ihren beiden Kindern, einem Hund und zwei Katzen in Spanien.

Aktuelle Veröffentlichung: Die Maurin, Knaur Tb, ISBN 978-
Weitere Informationen über Lea Korte unter: www.leakorte.com
Wer Kontakt mit der Autorin aufnehmen möchte, kann dies auch gerne über Facebook oder Twitter tun.

Geschrieben von Heike Koschyk

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Achtung Programmänderung Historica 2011!

Da das Programm seit der Ausschreibung des Kurzgeschichtenpreises aus organisatorischen Gründen geändert werden musste, hier noch einmal die endgültigen Termine:

Freitag, 11. November 2011:          Verleihung des Quo Vadis Kurzgeschichtenpreises mit anschließender Gala
Samstag, 12. November 2011:       Lange Lesenacht

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Autorenportrait: Rebecca Abe

»Mein Herz schlägt für den Kriminalroman, Ungerechtigkeit, Spannung und Verbrechen, da werde ich hellhörig und neugierig. Deshalb ist auch »Das Labyrinth der Fugger« nicht nur historische Liebesgeschichte, sondern ein Renaissancethriller.«

Autorin Rebecca Abe

Rebecca Abe, geboren 1967, wollte als Kind Malerin werden, wie ihr Vater. Geschichten erfunden und wie besessen gelesen hat sie schon immer. Das zu ihrem Beruf zu machen, kam ihr jedoch nicht in den Sinn. Erst als sie in einem Kindergarten ein Praktikum machte, träumte sie davon, ihre eigenen Bücher zu schreiben und zu illustrieren. Sie studierte Grafik-Design, besuchte das Seminar »Bild und Buch« in der Kunstakademie München und konzentrierte sich auf das Illustrieren von Kinderbüchern. 2001 setzte sie ihren Schriftstellertraum mit ersten Veröffentlichungen von Kurzgeschichten in Anthologien um. Danach arbeitete sie sieben Jahre lang an ihrem ersten Roman. »Das Gedächtnis der Lüge« erschien 2008 im Skalding Verlag. Abe erzählt darin die tragisch-groteske Geschichte um den »Lebensborn« der Nationalsozialisten.
Packende historische Themen lassen die Autorin nicht los. Abe ist überzeugt: »Die Mischung aus Recherchefakten und spannender Geschichte muss stimmen.« Ihr jüngst erschienenes Buch »Im Labyrinth der Fugger« ist ein Renaissancethriller. Die Familie der Fugger habe sie schon immer fasziniert, so die Autorin. »Allerdings wusste ich nichts über eine ihrer Töchter, Anna Jakobäa Fugger, die gegen ihren Willen zwanzig Jahre ins Kloster gesperrt wurde und sich selbst befreite. Ihre Lebensgeschichte entdeckte ich in dem Buch von Martha Schad: »Frauen des Hauses Fugger« Annas Lebensgeschichte ließ mich nicht mehr los.« Abe erzählt die wahre Geschichte der Anna Jakobäa Fugger (1547-1587), einer Enkelin des mächtigen Anton Fugger. Nach dessen Tod wird das Vermögen gleichmäßig auf alle Nachkommen verteilt. Christoph Fugger will die Kinder seines Bruders ins Kloster abschieben, um die Zahl der Erben zu verringern. Hilfe erhält er von dem Jesuiten Petrus Canisius. Nur Anna ahnt, welch perfides Spiel der Augsburger Domprediger und Exorzist treibt.

Stadtplan, Vignetten und Kapitelinitialen im Buch stammen ebenfalls aus der Feder der Autorin. Rebecca Abe lebt gemeinsam mit ihrem Mann und drei Kindern auf einem kleinen Bauernhof am Starnberger See.

Aktuelle Veröffentlichung: »Im Labyrinth der Fugger«, Gmeiner Verlag 2011, ISBN 978-

Ausführliche Informationen zur Autorin unter www.r-abe.de sowie auf www.lailatonka.blog.de und im HistoJournal 1-2011 des Gmeiner Verlages.

Geschrieben von Alessa Schmelzer

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